Nachberichte 2020

Bericht vom 09. September 2020, Schwarzwälder Bote


Exotischer Malkurs fordert Kindern viel Kreativität ab                       Sommerspaß / Afrikanische Tiere stehen im Mittelpunkt / Paustechnik macht das Ganze etwas schwierig

 Künstlerische Kreativität und Ideenreichtum ist am Montagvormittag im Werkraum der Steinacher Georg-Schöner-Schule gefragt gewesen. Sieben Mädchen und drei Jungen im Alter zwischen sechs und elf Jahren malten unter der Anleitung von Fenja Wöhrle vom Haslacher „Kiebitz“ e.V. afrikanische Tiere auf Leinwand.

 

Das Thema „Afrikanische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung“ gefiel den Sommerspaßlern, die am Montag mit großem Eifer bei der Sache waren. Fenja Wöhrle von der Ökologischen Verbraucher-Gemeinschaft „Kiebitz“ e.V. hatte zahlreiche Bücher mitgebracht, die es den Kindern erleichtern sollten, sich ein afrikanisches Tier auszusuchen um sich darauf zu konzentrieren. Motive wie Löwe, Giraffe, Gepard, Erdmännchen und auch Zebrafinken wurden ausgewählt, und schon konnte das Malen beginnen. Erstmal wurde mit den Acrylfarben rot-gelb ein Sonnenuntergang oder mit grün-braun-blau wie Sahara, Wasserstelle und Regenwald die Leinwand als Hintergrund bunt bepinselt. Während diese trocknete waren Technik und Feinmotorik gefragt, denn es stellte sich als gar nicht so einfach heraus, zum Beispiel einen Löwen bis ins kleinste Detail abzuzeichnen. Doch mit Hilfe von Fenja Wöhrle, die den Kindern unter anderem beim Mischen der Farben oder beim Malen der Motive mit Rat und Tat zur Seite stand, klappte das hervorragend. Mittels einer alten Paustechnik wurde die Rückseite des Blattes, auf dem das Tier porträtiert worden war, dann mit schwarzer Kohle bemalt. Die schwarze Seite mussten die Kids jetzt auf die in bunten Farben leuchtende Leinwand legen, um das Tier mit einem Bleistift nachzumalen. „Passt auf, dass das Papier nicht verrutscht“, mahnte Wöhrle, die mit Lob wie, sehr schön, super und gut macht ihr das, nicht sparte. Das „Pausen“ gestaltete sich allerdings als etwas schwierig. Auch Geduld haben ist dabei wichtig gewesen. Mit ihren einzigartigen und wunderschönen Kunstwerken, die künftig das Zuhause der Sommerspaßler schmücken werden, machten sich die zehn Kinder nach drei Stunden ganz stolz wieder auf den Heimweg.

 

 

Bericht im Offenburger Tageblatt am 4. September 2020
Text und Fotos: Sybille Wölfle


‚Alles hier ist Hobby!‘ – Naturkost Kiebitz e.V. besichtigt den Schmalzenhof

Am Samstag, dem 18.01.2020, machten sich zahlreiche Mitglieder des Kiebitz e.V. und andere Interessierte auf den Weg zur Besichtigung des Schmalzenhofs in Hofstetten. Nach der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende, Hanni Schaeffer, gab der Besitzer Heinrich Neumaier ein paar grundlegende Informationen zur Geschichte des Hofs und seiner Bewirtschaftung. Er wurde 1597. gegründet. In den mehr als 400 Jahren seines Bestehens wurde er immer wieder umgebaut, saniert und erweitert. Erst 1936 wurde der Doppelhof aufgelöst und das gesamte Anwesen von der Familie Neumaier gekauft.

 

Als einziger Vollerwerbslandwirt des Ortes bewirtschaftet Heinrich Neumaier zusammen mit seiner Frau und ihrem Sohn den Hof, Zu diesem gehören 83 ha Grünland und 32 ha Wald. Einen Schwerpunkt bildet die Tierhaltung. Zurzeit werden etwa 40 Limousin-Mutterkühe nach EU-Bio-Richtlinien gehalten. Ihre Kälber werden im Alter von acht bis zehn Monaten geschlachtet und selbst vermarktet. Drei eigene Bullen übernehmen die Deckung der Mutterkühe. Der Rundgang führte die Gäste durch den Kuhstall, der über den Winter allen Tieren genügend Raum bietet. Gleich daneben befindet sich der Pferdestall. Mit den sieben stolzen ‚Schwarzwälder Füchsen‘ durften die Besucher hautnah Kontakt aufnehmen. Nicht alle Tiere zeigten sich allerdings gleichermaßen davon begeistert! Die Zuchtpferde werden auch geritten und als Kutschenpferde eingesetzt.

 

Der Weg führte an den neunzehn Schweizer Sennenhündinnen vorbei, die alle mit lautem Gebell begrüßten. Sie dienen der Aufzucht von Welpen, die bereits wenige Wochen nach ihrer Geburt den Besitzer wechseln.

 

Herr Neumaier zeigte den Anwesenden auch die Schlachträume. Dadurch, dass die Schlachtung auf dem eigenen Hof erfolgt, gibt es keine weiten Wege zurückzulegen. Dadurch empfinden die Kälber vor der Schlachtung weniger Stress, was sich wiederum positiv auf die Qualität des Fleisches auswirkt.

 

Eine Perle des Hofs bildet die Vesperstube, die erst im letzten Oktober in Betrieb genommen wurde und für bis zu 60 Besucher beherbergt. Es fiel den Gästen nicht schwer sich vorzustellen, wie gemütlich ein Abend mit einem Bauernvesper hier in netter Gesellschaft sein musste! Der Besucherrundgang fand seinen Abschluss im Verkaufsraum, in dem Häppchen zum Probieren gerichtet waren. Herr Neumaier erläuterte, dass in seinen Wurstwaren z.T. auch Schweinefleisch verarbeitet wird, das von einem befreundeten Landwirt aus Kippenheimweiler stammt.

 

Zum Dank für die informative und beeindruckende Führung überreichte ein Vorstandsmitglied des Vereins Kiebitz e.V. den Hofbesitzern eine Kostprobe aus dem Bioladen.

 

Das Engagement der Familie Neumaier wurde von allen Gästen bewundert. Der Begriff Freizeit ist ihr wohl eher ein Fremdwort. Bewundert wurde auch die Kreativität, neue Ideen zu entwickeln und der ungeheure Mut der Familie, immer wieder neue Investitionen zu tätigen, um den Betrieb konkurrenzfähig zu erhalten. Die Familie arbeitet gerne auf dem Hof und mit viel Herzblut. Als Herr Neumaier die Hundezucht als das besondere Hobby seiner Frau bezeichnete, ergänzte sein Sohn Matthias ganz beiläufig: „Alles hier ist Hobby.“

 

Angelika Spitzmüller

 

Bildunterschriften:

 

Foto 1: der Laufstall hat Platz für 50 Mutterkühe

Foto 2: der Hof liegt auf 500m ü.d.M. und bietet einen tollen Blick ins Kinzigtal

Foto 3: Angelika Spitzmüller, Kiebitz-Vorstandsmitglied, überreicht ein kleines Dankeschön an Familie Neumaier

Schauen Sie sich doch auch die Nachberichte von 2019 im Archiv an.



Naturkost Kiebitz e.V.

 

Am Schafsteg 3

 

77716 Haslach

 

 

 

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Mi       9.00 Uhr - 13.00 Uhr   nachmittags geschlossen

 

Do       9.00 Uhr - 13.00 Uhr  und   15.00 Uhr - 18.30 Uhr

 

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